Weihnachtsleckereien

WeihnachtsplätzchenManche behaupten, dass ein Weihnachten ohne das Zunehmen von dem einen oder anderen Kilo, kein ordentliches Fest ist. Über diese Aussage lässt sich streiten. Feststeht aber auf jeden Fall, dass Süßigkeiten und Nachttische an einem der wichtigsten Feste der katholischen Kirche einen ganz besonderen Stellenwert haben. Schon beim Weihnachtsdinner freuen sich viele Familienmitglieder und Freunde auf den Nachtisch und die Kekse, die später am Tisch stehen werden. Dabei reduziert sich das nicht nur auf die Kinder.

Dabei ist es auch vollkommen egal, in welches Land der Blick geht. Denn in Europa ist es im Süden, im Westen oder auch in Mitteleuropa dasselbe. Zwar hat jedes Land ganz eigene Spezialitäten, aber im Prinzip ist es schon so, dass das Süße nicht fehlen darf. Man nimmt eben das, was man gerade zur Hand hat. Das bedeutet, dass in den mediterranen Ländern eher südländische Früchte in den Kuchenteig gerührt werden. Außerdem ist oft ein Unterschied in der Süße zu sehen. Zwar mögen es natürlich alle ein wenig süß, aber manche Nationalitäten bevorzugen es doch gemäßigter. Um zu veranschaulichen, wie unterschiedlich die Kulturen sein können, sollen einige Plätzchen-Rezepte angeführt werden. Ein Blick durch einige europäischen Länder und auch abseits kann dabei helfen.

Beginnen wollen wir mit der Schweiz. Ein Weihnachtsfest ohne Brunsli ist hier gar nicht denkbar. Das Schweizer Weihnachtsgebäck wird dabei in den verschiedenen Schweizer Regionen auch unterschiedlich zubereitet. Das bedeutet, dass es zum Beispiel im Norden mehr Schokolade beinhaltet und im Süden hingegen einen geringen Fruchtanteil besitzt.

Auf Einfachheit setzten hingegen die Spanier und servieren Mandelgebäck. Dabei wird eine süße Masse auf eine Oblate gespritzt und noch mit einer ganzen Mandel verziert. Vor allem zu einer Tasse Kaffee schmecken die Plätzchen besonders gut.

Statt auf Mandeln setzt man in Italien auf Pinien. Diese dienen allerdings nicht der Dekoration, sondern werden fein gerieben unter den Teig gemischt. Der Teig ist hingegen aber nichts Einzigartiges. Wie man oft sehen kann, bestehen sie in den unterschiedlichsten Ländern aus denselben Zutaten: Zucker, Mehl, Nüsse, Eier und oft ein wenig Milch. Die weiteren Zutaten machen dann erst den kleinen aber feinen Unterschied aus.

So wie in Großbritannien, wo man gerne Kokos zum Weihnachtsgebäck hinzufügt und das ganze Kokos-Crisps nennt. Sie sehen aus wie kleine Kügelchen, die mit Schnee bestreut sind. Süße Sachen mag man hier auch gerne, denn die Kekse bestehen aus genauso viel Zucker wie Mehl.

In Schweden ist der Julkuchen einen der wichtigsten Leckereien. Allerdings handelt es sich nicht um einen Kuchen, sondern um Plätzchen aus Mürbeteig. Allerdings existiert der Name auch in anderen skandinavischen Ländern. Nur wird er hier dann eben wieder ganz anders zubereitet. So wie in Dänemark, wo man einen Kuchen mit Rosinen genauso bezeichnet.

In Italien ist der Panettone gern gesehen. Mittlerweile bekommt man ihn auch schön überall in Europa zu kaufen. Der Gugelhupf-förmige Kuchen ist oft mit Fruchtstückchen gespickt.

In Frankreich ist der Buche de Noel zuhause. Im deutschsprachigen Raum wird er oft als Baumstammkuchen bezeichnet. Besonders lecker ist die Füllung aus Schokolade und Buttercreme.

In den USA ist das Fest in der Weihnachtszeit an jeder Ecke zu spüren. Das zeigt sich auch bei den Keksen. Die so genannten Gingerbread Cookies sind Lebkuchen, die mit allerhand bunten Farben dekoriert werden. Manchmal dienen sie auch nur zur Dekoration des Christbaumes, aber sehr oft werden sie auch gerne verzehrt.