Schöne Weihnachtsgeschenke

Geschenke, Geschenke, Geschenke

WeihnachtsgeschenkeGibt es eine Tradition, welche alle Weihnachtsfeste auf der ganzen Welt verbindet, dann ist das bestimmt das Beschenken. Denn in jeder Kultur oder in so gut wie jedem Land der Erde werden zu Weihnachten fein säuberlich Päckchen gemacht und danach seine Liebsten damit beschenkt. Eigentlich ein sehr netter Gedanke, denn schenken bedeutet immer jemanden eine Freude machen. Außerdem denkt man hier nicht an sich selber, sondern an den Nächsten. Daher auch der Ausdruck Nächstenliebe.

Leider ist diese Idee heute schon so ausgeartet, dass jeder extreme Anforderungen daran hat. Mit neuen Socken oder einem interessanten Buch ist man heute nicht mehr zufrieden. Das müssen dann schon irgendwelche High Tech-Geräte wie Fernseher, Laptop oder Kamera sein oder sonstige Dinge, die man vorher vielleicht schon fein säuberlich auf den Wunschzettel geschrieben hat. Das Schenken ist somit nichts mehr für Sparschweine und die eigentliche Idee des Freudemachens tritt in den Hintergrund. Denn eigentlich handelt es sich nur um ein Tauschgeschäft. Bei einem Pärchen ist das vielleicht so, dass sie sich gegenseitig sagen, was sie sich wünschen. Anstatt dass sie es sich dann eigentlich gleich selbst kaufen, tun sie das lieber so. Der Überraschungseffekt ist gleich Null und es kann nur Schwierigkeiten bringen. Denn vielleicht ist die Jacke in einem anderen Blau als angenommen oder die Größe des Bildschirmdiagonale des LCD-Fernsehers entspricht nicht den eigenen Vorstellungen.

Was ein weiterer sehr unsinniger Brauch ist, ist das Verschenken von Geld. Denn erstens ist es unpersönlich und zweitens vermittelt das einem, dass man zu faul war sich etwas zu überlegen. Eigentlich ist das Schenken von Gutscheinen auch nichts anderes. Denn man hat zwar den Weg zum Geschäft auf sich genommen, aber mehr war dann auch nicht drinnen.

Aufgrund dieser Tatsachen haben sich mittlerweile schon einige dem Geschenkwahnsinn entzogen. Das bedeutet, dass sie sich nichts oder nur mehr sehr wenig zu Weihnachten schenken. Denn sie haben erkannt, dass das Ganze nur jede Menge Stress bringt und von geringem Nutzen ist. In sehr vielen Fällen ist der ersten Gang nach Weihnachten jener in die Geschäfte um das Erhaltene umzutauschen.

Eine sehr nette Variante, wie man dieses Problem umgehen kann, ist die Tradition des Wichtelns. Es gibt das Spiel mit allen möglichen Bezeichnungen. Wichtig ist aber nur der Sinn. Dass nämlich eine Runde von Menschen ihre Namen auf Kärtchen schreiben und aus einem Gefäß diese dann gezogen werden müssen. Jeder nimmt eines und beschenkt dann die Person, die auf dem Zettel steht. Der Vorteil ist, dass man auf den Kaufrausch verzichtet, jeder aber trotzdem ein Geschenk bekommt. Außerdem kann man sich vorher absprechen, wie viel man zirka ausgeben will. Denn dann gibt es keine Ungerechtigkeit, wenn der eine nur zwanzig Euro ausgibt und der nächste aber für hundert Euro einkauft. Jeder wird sich bestimmt darüber freuen, auch wenn es etwas sein wird, das weniger erwünscht ist. Aber es geht alleine um den Spaß und die Überraschung. Der ist bei diesem Spiel bestimmt gewährleistet. Das Portemonnaie freut sich zudem auch, denn statt zehn verschiedenen Menschen zu beschenken, wird das ganze reduziert auf einen.