Weihnachten in Grönland

Weihnachtsfest GrönlandÜberall auf der Welt nimmt man sich beim Feiern des Weihnachtsfestes am Nordpol und an Regionen wie Grönland ein Bespiel. In der Ansicht vieler haben die dortigen Einwohner die perfekten Bedingungen um das Fest zu begehen. Es ist wahnsinnig kalt, was aber gleichzeitig bedeutet, dass der Schnee sehr einfach liegen bleibt und nicht gleich schmelzt. Die Nähe zum Nordpol lässt es auch öfters als im normalen Durchschnitt schneien. So gut wie die meiste Zeit im Jahr sind die Gebiete deshalb mit einer weißen Schicht bedeckt und glitzern in schöner weihnachtlicher Stimmung. Aber nicht nur der Schnee ist es, der uns träumen lässt. Die Rentiere, die den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen und an jene Vorstellung viele Milliarden Menschen glauben, kommen ebenfalls aus dem Hohen Norden. Bereits das Lied „Rudolph the rednosed reindeer“ verrät uns das. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass man auch an den Bräuchen der nördlichen Bewohner der Erde interessiert ist. Wie feiern eigentlich Grönländer Weihnachten?

Vielleicht mögen die Antworten jetzt weniger spektakulär, als erwartet, klingen, aber so gravierend unterscheiden sie sich vom Rest der Welt nicht. Natürlich werden durch die klimatischen Bedingungen Feste ein wenig anders gefeiert, aber dieses Phänomen ist auf der ganzen Welt zu beobachten.

Statt rot und weiß ist die Farbe, die eindeutig dominiert weiß. Nicht nur die Landschaft erstrahlt in diesem Farbton auch die Nationaltracht der Männer ist ein ganz weißer Anorak. Diesen führen sie jedes Jahr aufs Neue zu Weihnachten vor. Wo wir schon beim Zunichtemachen von Klischees sind. Die Rentiere sollen zwar anscheinend aus dem Hohen Norden kommen, aber für das Ausliefern der dortigen Weihnachtsgeschenke haben sie anscheinend keine Zeit. Denn der Weihnachtsmann kommt mit dem Hundeschlitten angereist. Bei den dort vorherrschenden Schneemassen ist das dann doch ein wenig einfacher. Man darf schließlich auch nicht vergessen, dass im Winter so gut wie kein Sonnenlicht zu sehen ist. Denn die goldene Regel lautet: Im Sommer fast nie dunkel, dafür im Winter fast nie hell. Was viele Bewohner leicht depressiv werden lässt, gibt für Außenstehende der Weihnachtsdekoration die richtige Atmosphäre. Denn alles was leuchtet und glänzt, erscheint gleich doppelt so hell. Zum Beispiel die Weihnachtssterne und sonstigen leuchtenden Dekorationen, die traditionell ans Fenster von Häusern gehängt werden. Auch die Weihnachtsbäume erstrahlen. Sie sind meist aus Dänemark importiert, da im eigenen Land so gut wie keine Bäume wachsen und die Landschaft nur sehr spärlich bewachsen ist. Die alten Generationen, die das nötige Kleingeld für den teuren Import noch nicht hatten, behalfen sich mit Holz und Heidekraut.

Außerdem hat das Fest, wie es heute gefeiert wird, noch keine lange Tradition auf Grönland. Vieles ist ein Import von Europa. Denn das christliche Weihnachtsfest kam erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Grönland. Die dort ansässigen Kulturen hatten aber natürlich auch eigenständige Traditionen. Auf diese besinnt man sich gerne und sie sind auch heute noch zu sehen. Man hängt zum Beispiel keine Kugeln oder Sterne auf den Baum, sondern Stiefel aus Robbenfell. Auf den Festtagstisch kommt Heimisches: Robben, Wale und Rentiere.