Weihnachten in den USA

Weihnachtsfest USAÜber die Weihnachtstraditionen der Vereinigten Staaten von Amerika könnte man Bücher schreiben. Auch ohne sich mit dem Thema lange beschäftigt zu haben, schaffen es die meisten einen kurzen Abriss der dortigen Traditionen zu geben. Aber wieso ist das so? Naja, Serien wie „Southpark“, „The Simpsons“, „Malcom mitten drin“ oder „Greys Anatomy“ machen es vor. Von jeder x-beliebigen Fernsehserie gibt es eine Weihnachtsfolge, wenn nicht sogar zwei. Und selbst viele Filme werden extra für dieses Fest produziert. Man denke nur an „Kevin allein in New York“ oder „Eine schöne Bescherung“. Da ist es dann wirklich kein Wunder mehr, dass sich Weihnachtsfeste auf der ganzen Welt an diesem Land orientieren. Denn Hollywood und die großen Medienkonzern bringen diese Bilder in die ganze Welt hinaus. War das Bild des Weihnachtsmannes, der mit seinem Schlitten und seinen vielen Rentieren (Dancer, Prancer, Vixen, Donder, Blitzen, Cupid, Comet und dem berühmten Rudolph) durch die Lüfte von Haus zu Haus fliegt und die Geschenke bringt, eigentlich ein amerikanisches, hat es sich mittlerweile auf der ganzen Welt durchgesetzt.

Kinder, aus welcher Kultur oder von welchem Teil der Erdkugel auch immer, stellen am Abend des 24. Dezember ein Glas Milch, einige Kekse und Zuckerstücke vor dem Kamin. Denn der Weihnachtsmann und seine Rentiere sollen ja auch nicht verhungern, wenn sie die langen Reisen antreten müssen. Wahrscheinlich mit ein Grund, wieso der Weihnachtsmann durchaus nicht als schlank bezeichnet werden kann.

Wieso Weihnachten bei den Amis so derart beliebt ist, ist allerdings schwer zu sagen. Fest steht jedenfalls, dass die Weihnachtsindustrie dort ein gewaltiges Ausmaß angenommen hat. Beschwert man sich bei uns, wieso Ende Oktober schon manche Kaufhäuser mit den Weihnachtssachen anrücken, sind diese Dekorationsartikel in den USA bereits Anfang Oktober in die Regale gelangt. Ein Phänomen ist auch die Supermarktkette Wallmart, wo es das ganze Jahr über eine Weihnachtsabteilung gibt. Das bedeutet, dass sogar im Juli rote Mützen, Kitschengel oder Rentiere erstanden werden können. Am berühmtesten, wenn es um das Einkaufen von Geschenken und Dekoration geht, ist allerdings das Kaufhaus Marcy’s. Im Jahr 1874 wurde erstmals ein ganzes Stockwerk des riesigen Komplexes als Weihnachtsabteilung umgebaut. Seitdem wird es von Jahr zu Jahr vergrößert und bei Betreten ist der Unterschied zu der Idealvorstellung des Nordpols nicht mehr fern.

Gleich in der Nähe befindet sich auch das berühmte Rockefeller Center. Die Straße mit der berühmten Nummer Fünfzig beherbergt etwas ganz Spezielles: Es handelt sich um den größten Weihnachtsbaum von New York. In diversen Hollywoodfilmen wird einem dieser bestimmt schon aufgefallen sein. Außer dass man ihn stundenlang bestaunen könnte, gibt es auch die Möglichkeit gleich in seiner unmittelbaren Nähe Schlittschuh zu laufen. Denn es wird jedes Jahr eine Eisbahn aufgebaut.

Zu guter Letzt darf man aber auch die gigantischen Weihnachtsbeleuchtungen nicht vergessen. Denn in einem derartigen Ausmaß hat man das wohl noch gar nicht gesehen. Jedes Haus ist bis auf das Äußerste dekoriert. Ein Blick von einem Hochhaus auf das weihnachtliche New York oder auch auf andere Städte, lohnt sich auf jeden Fall.